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HIGH LIFE Heft 37

Mit dem
M C L A R E N   650  S   S P I D E R
zu den schönsten Weingütern im Bordeaux

Das war eine Presseeinladung ganz nach unserem Geschmack: Mit dem neuen McLaren 650 S Spider sollten wir die schönsten Châteaux des Bordeaux erkunden, darunter so legendäre Namen wie Château Cheval Blanc, Château Montrose und Château d’Yqem, und dabei die absolute Alltagstauglichkeit des Supersportwagens testen. Und das Mitte September, zu Beginn der Weinlese in dem wohl berühmtesten Weinanbaugebiet der Welt.

TEXT THOMAS KLOCKE | FOTOS MCLAREN

 Wunderschöne Landschaften, von Weinbergen und Schlössern geprägt, dazwischen weite Wiesen und Felder – das ist das Bordeaux. Die Region im Südwesten Frankreichs an der Gironde, wo die Dordogne und Garonne zusammenfließen, bringt seit der Zeit der Römer Weine hervor. Die besten Bordeaux-Rotweine begeistern heute mit ihrer Subtilität, Zurückhaltung und feinen Struktur. Und sie halten nach jahrelanger, sogar jahrzehntelanger Lagerung in der Flasche ihre Qualität nicht nur, sondern steigern sie sogar noch.
Bei unserer Anreise empfing uns strahlender Sonnenschein, was ja für eine Fahrt in einem 650 PS starken Sportwagen schon einmal ein Vorteil ist. Das schöne Wetter ist hier aber mehr die Regel denn die Ausnahme.

Mit ungefähr 2000 Sonnenstunden im Jahr übertrifft das Bordeaux die meisten Regionen in Frankreich – außer den Mittelmeerraum und einzelne Küstenregionen am Atlantik. Das Klima ist natürlich mitentscheidend für die hervorragenden Weinbaubedingungen. Der Golfstrom ist dafür verantwortlich, dass es im Bordeaux nie zu stark abkühlt. Das bedeutet: heißer Sommer, warmer Herbst, milder Winter und Frühling. Last, but not least sorgt die Gironde für den Temperaturausgleich im Landesinnern, da diese die tagsüber gespeicherte Wärme nachts wie eine gigantische Batterie abgibt und breitflächig die Sonneneinstrahlung reflektiert. Weinberge prägen die Landschaft des Bordeaux, auf Französisch Bordelais genannt.

In dem traditionsreichen Weinhandelshaus Cordier-Mestrezat, das auf eine über 120-jährige Geschichte zurückblicken kann, erfolgte die Übernahme der Fahrzeuge: Wir entschieden uns für den etwas dezenteren Spider in Storm Grey, die anderen Boliden waren mit Mantis Green und Tarocco Orange doch etwas zu auffällig, wobei natürlich ein McLaren, egal in welcher Farbe, immer für viel Aufmerksamkeit sorgt. Der Einstieg durch die Flügeltüren war erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat man erst einmal Platz genommen, sitzt man durchaus komfortabel. Auch das Cockpit mit allen Armaturen bietet eine gute Übersicht und man findet sich sehr schnell zurecht. Der Blick in das Roadbook für die erste Etappe sorgte gleich für große Freude: Ziel war das Château Cheval Blanc in Saint-Emilion, eines der absoluten Top-Weingüter im Bordeaux mit der höchsten Einstufung Premier Grand Cru Classé. Es gehört heute zur LVMH-Gruppe.

 

Wenn es um die berühmten Rotweine geht, unterteilen Kenner das Bordeaux in zwei Gegenden: das linke, vom Cabernet Sauvignon geprägte, sowie das rechte, vom Merlot dominierte Ufer. Gemeint sind die Ufer der Gironde, der Dordogne und der Garonne. Auf der Westseite liegen die Gebiete Graves mit den berühmten Regionen Sauternes, Médoc und Haut-Médoc. Die Weine von hier sind der Inbegriff von rotem Bordeaux und tragen klingende Namen wie Château Latour oder Château Mouton-Rothschild. Auf der Ostseite befinden sich Saint-Émilion und Pomerol. Dazwischen liegt Entre-Deux-Mers, das größte Weinbaugebiet von Bordeaux, bekannt für seinen feinen, trockenen Weißwein. Entre- Deux-Mers befindet sich nicht etwa zwischen zwei Meeren, wie der Name vermuten lässt, sondern zwischen den Flüssen Dordogne und Garonne.

 Die zweite Etappe führte uns nach Sauternes, in eines der berühmtesten Weingüter der Welt, das Château d’Yquem. Hier werden ausschließlich Weißweine produziert. Bekannt ist es vor allem für seinen Süßwein, der zu den teuersten Weinen der Welt gehört. Das Château d’Yquem ist das einzige Gut des  Bordeaux, das anlässlich der Klassifikation von 1855 einen offiziellen Status als Premier Grand Cru Classé Supérieur genießt.

Die Fahrt in dem offenen McLaren war Fahrvergnügen pur, die Beschleunigung und der Motorsound erzeugten Gänsehautfeeling. Die Alltagstauglichkeit kann uneingeschränkt bestätigt werden, wobei wir das einzige Fahrzeug hatten, das nicht höhenvera stellbar war, und wir nicht nur bei den Geschwindigkeits-Schwellern Schneckentempo einlegen mussten, teilweise befürchteten wir auch, bei Zebrastreifen aufzusetzen. Viel flacher kann ein Sportwagen wahrscheinlich nicht mehr konstruiert werden.

Im Bordeaux gibt es etwa 3000 „Châteaux“ genannte Weingüter, und zahlreiche davon werden in der Tat von einem Schloss oder schlossähnlichen Gebäude beherbergt, von denen eins schöner als das andere ist.

 Unser nächstes Ziel war das nördlich gelegene Saint-Estèphe, und die gut neunzig Kilometer lange Strecke dorthin beinhaltete dankenswerterweise auch einen Autobahnabschnitt. Im vollen Bewusstsein der Geschwindigkeitsbeschränkung auf französischen Autobahnen konnten wir hier jedoch ansatzweise erleben, was passiert, wenn man den Fahrmodus „Track“ (Rennstrecke) wählt und den versammelten 650 Pferden ein wenig die Sporen gibt. Das Ziel unserer Fahrt war das berühmte Château Montrose. Es liegt in einer herrlichen Ufer-Hügellage über dem Mündungstrichter der Gironde und gehört zu der Appellation Médoc. Das Gut gehörte seit 1896 der Familie Charmoluë und wurde im Jahr 2006 von Martin und Olivier Bouygues, Inhaber eines großen französischen Baukonzerns, übernommen. Sie schufen hier mit großer Rücksicht auf die Natur und unter Berücksichtung der Nachhaltigkeit als Maxime einen wahren Tempel für den Wein; einen ausführlichen Bericht hierüber finden Sie ebenfalls im Magazin. Als Abschluss stand das benachbarte Château Cos d’Estournel auf dem Plan, das als „Deuxieme Grand Cru Classe“ eingestuft ist.

 Der McLaren 650S ist eine neue Erweiterung der Modellpalette und baut auf den Technologien und Fähigkeiten des 12C und des McLaren P1™ auf. Das charakteristische Außendesign spiegelt einen neuen, familiären McLaren-Look wider, optimiert die aerodynamische Leistung und sorgt für mehr Aufmerksamkeit auf der Straße und einen spektakulären Auftritt. Das Design greift die aerodynamischen Erkenntnisse des McLaren P1™ auf, da auch der McLaren 650S dem Unternehmenscredo „Form folgt der Funktion“ entspricht. Die Bezeichnung auf dem neuen Emblem bezieht sich auf die Maximalleistung von 650 PS, wobei das „S“ für „Sport“ steht und den Fokus und die Weiterentwicklungen bezüglich Fahrwerksabstimmung, Kraftübertragung, Fahrverhalten und Leistung unterstreicht. Der Frontstoßfänger verleiht dem McLaren 650S ein spektakuläres und doch klares Aussehen.

Die aerodynamische Leistung des McLaren 650S ist genauso effizient wie die des 12C, d. h. er weist denselben Luftwiderstandswert auf, jedoch wird die Luft mehr und effizienter bearbeitet, wenn sie über und durch die funktionale Karosserie strömt. Unverwechselbare Türlamellen direkt hinter den Vorderrädern und an der Vorderkante der Flügeltüren leiten die Luft von den Hinterkanten des Frontsplitters, davon profitieren der Grip an der Vorderachse und die Fahrzeugstabilisierung. Die unverwechselbaren Seiteneinlässe des McLaren 650S versorgen große, effizient gebündelte Kühler, die für die notwendige Kühlung des mittig sitzenden kompakten Motors sorgen.

Das Hauptaugenmerk des McLaren 650S liegt darauf, dem Fahrer sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke ein ultimatives und tägliches Erlebnis zu bieten. Aufbauend auf den wertvollen Erfahrungen aus fünfzig Jahren Motorsport und den Erkenntnissen aus den 12C- und McLaren-P1™-Programmen, steigert der McLaren 650S die Faszination des Fahrers durch Motor, Getriebe, Fahrwerk und Aerodynamik noch weiter.

 

Mit einer Leistung von 650 PS und einem Drehmoment von 678 Nm bietet der McLaren 650S eine merkliche Steigerung der Beschleunigung und, laut Mark Vinnels, Executive Director – Product Development, „das echte Gefühl der Beschleunigung“. Dem können wir nichts hinzufügen!

Weitere Infos: » McLaren 650S

Die aktuelle HIGH LIFE Ausgabe 11/2014, Heft 37, erhalten Sie in unserem Online-Shop, einfach auswählen und bestellen, oder genießen Sie HIGH LIFE dreimal im Jahr im kostengünstigen Abonnement frei Haus.

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